WEBINAR: KI statt Kanzlei – der gefährliche Trend bei Testamenten
Rechtsanwalt Dr. Sven Loose ist im Bereich Familienrecht und Erbrecht tätig. Er erläutert anhand praktischer Beispiele, wie ungünstig sich KI-Testamente auf die Erstellenden auswirken kann und warum KI-Testamente auch perspektivisch keine gute Alternative zu rechtlich sicheren Testamentserstellungen bei Fachleuten sind.
Warum ein KI-Testament zu fatalen Problemen führen kann
Künstliche Intelligenz schreibt E-Mails, plant Urlaube und verfasst Texte. Warum also nicht schnell ein Testament von der KI erstellen lassen? Es klingt verlockend einfach und spart vermeintlich Anwalts-/Notarkosten. Doch Vorsicht: Ein maschinell erstellter letzter Wille kann für Ihre Hinterbliebenen in einem juristischen Albtraum enden. Eine falsche Formulierung oder ein unzureichend berücksichtigter Aspekt können schnell ungewollte Konsequenzen haben.
Warum sind KI-Testamente gefährlich?
Eine KI verwertet diejenigen Informationen, die Sie ihr an die Hand geben. Je besser also Ihr Prompt, desto besser wird das Ergebnis sein. Vergessen Sie allerdings, Rückfrageschleifen einzubauen oder über einen Umstand zu informieren, passiert es schnell, dass entscheidende Punkte nicht oder unzureichend berücksichtigt werden.
Ist ein ausgedrucktes KI-Testament gültig?
Nein! Ein sog. eigenhändiges Testament muss in Deutschland – wie der Name schon suggeriert – zwingend von der ersten bis zur letzten Zeile handschriftlich verfasst und unterschrieben sein. Ein Computerausdruck ist rechtlich unwirksam.
Was passiert bei einem ungültigen Testament?
Existiert kein wirksames Testament, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge ein. Diese widerspricht oft dem Willen der verstorbenen Person und führt zu ungewollten Erbengemeinschaften.
Wie sichere ich meinen letzten Willen ab?
Durch eine fundierte persönliche Beratung beim Experten. Wir analysieren Ihre Situation, erarbeiten mit Ihnen eine maßgeschneiderte Nachfolgeplanung und helfen Ihnen dabei, diese rechtswirksam festzuhalten.

